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Geschrieben von Sel am 14.08.2008 um 11:46:
"Der kleine Hobbit" und Elben
Aalso, ich les nun mal wieder den Hobbit..
und irgendwie kommt mir die Darstellung der Waldelben so ganz anders (völlig albern, Lachen/Singen/Tanzen/Blödelnd) vor, als die Elben später im Herrn der Ringe (Eher ernst, "Ein Grauer Schatten liegt auf meiner Seele und ich hab immernoch kein Schiff gebucht").
Liegt das jetzt an den Waldelben im Düsterwald, daran das "Hobbit" eigentlich als Kinderbuch gedacht war,... oder an der deutschen Übersetzung?
Geschrieben von Bilgathan am 14.08.2008 um 11:51:
Andre Zeit, andres Gebiet, zum Teil Kinderbuch...Ich denke diese drei Punkte sprechen dafür
Geschrieben von Sel am 14.08.2008 um 11:55:
Naja, die Düsterwaldelben haben zu der Zeit ja noch den Nekromanten in der Nähe.. eigentlich kein Grund zu Happy zu sein, und zeitlich ist das ja nun nicht sooooo viel früher, vor den Geschehnissen im Herrn der Ringe, zumindest vom Elbischen Zeitverständnis, auch wenn ein halbes Hobbitleben dazwischen liegt.
Aber ich schätz, es liegt am Kinderbuch. Kennt jemand das englische "The Hobbit", ist das Stilmässig auch eher so?
Geschrieben von Bilgathan am 14.08.2008 um 12:02:
Ja, zwar nicht ganz so lächerlich, abe rkommt dem sehr nahe
Geschrieben von Sel am 14.08.2008 um 12:35:
Ah, Danke! Na mal sehen, ob ich das bei Amazon krieg.
Dann denk ich, wenn ich meinen Elben nicht ganz so auf "ich leide, wo is mein Schiff" spiele, bin ich damit durchaus hintergrundkonform.
Geschrieben von Ogrim am 14.08.2008 um 13:07:
Man könnte es sich so hindrehen, dass die Elben mit dem Auftauchen Saurons erst wieder so richtig bedrückt worden sind.
Aber es stimmt schon, im kleinen Hobbit wirkt so einiges irgendwie komisch im Vergleich zum Herr der Ringe.
Trolle sind große Hohlköpfe, Elben machen andauernd blöde Scherze und Zwerge sind anscheinend ganz schöne Nieten (ich finde ja, das die Gefährten im kleinen Hobbit als ziemliche Verlierer beschrieben werden, die so gut wie nix gebacken bekommen und ständig Hilfe brauchen).
Geschrieben von Bilgathan am 14.08.2008 um 13:12:
| Zitat: |
Original von Ogrim
Man könnte es sich so hindrehen, dass die Elben mit dem Auftauchen Saurons erst wieder so richtig bedrückt worden sind.
Aber es stimmt schon, im kleinen Hobbit wirkt so einiges irgendwie komisch im Vergleich zum Herr der Ringe.
Trolle sind große Hohlköpfe, Elben machen andauernd blöde Scherze und Zwerge sind anscheinend ganz schöne Nieten (ich finde ja, das die Gefährten im kleinen Hobbit als ziemliche Verlierer beschrieben werden, die so gut wie nix gebacken bekommen und ständig Hilfe brauchen). |
Naja Nieten ist ein wenig übertrieben, aber es ist halt eher auf die lustige geschrieben und zwerge...nun ja...Dicke bärtige kleine wesen....Passt schon *duckundwech*
Geschrieben von Coilduine am 14.08.2008 um 13:17:
Ist das mit den Zwergen nicht immer noch so???
Der kleine Hobbit ist ein reines Kinderbuch und als solches sollte man es auch behandeln! Tolkiens Überlegungen zur Entstehung von Mittelerde sind in Teilen auch viel älter als der kleine Hobbit und da werden Elben und Zwerge auch anders beschrieben.
Wenn man sich mal die Vorgeschichte durchliest wo die Feindschaft zwischen den Waldelben und den Zwergen herkommt, dann ist dies auch ganz anders beschrieben (viel dunkler) als im kleinen Hobbit.
Zudem werden die Elben in Bruchtal genauso lustig und kindisch beschrieben. Man denke nur an die Witze, die sie über Bilbo gemacht haben, als er das erste mal nach Bruchtal kam!
Geschrieben von Bilgathan am 14.08.2008 um 13:20:
Wobei ich den Hobbit garnich so total kindisch fand, wie es oft dargestellt wird. Klar passagenweise habe ich auch nur gedacht, oh man. Ansonsten fand ich das buch sehr unterhaltsam. Es war halt mal anders geschrieben als Hdr und besonders das Silmarillion. Andererseits finde ich, bietet es eine tolle (auch zu verfilmende) geschichte
Geschrieben von Garthan am 14.08.2008 um 17:20:
Die Story vom Hobbit ist definitiv sehr schön, vor allem für mich alten Erebor-Fanatiker. Würde sowieso gern mal mehr über die Region Esgaroth & Erebor hören. Naja, egal. Elben sind die vermutlich (meine behauptung) Facettenreichsten Wesen in ganz Mittelerde, einfach aus dem Grund, dass sie in so gut wie jedem Buch in und um Mittelerde vorkommen und immer etwas anders dargestellt werden. Ausserdem, wenn es dir um die Hintergrundkonformität (welch schreckliches wortgebilde) geht, kannst du dich da gerne auch an die "künstlerische Freiheit" halten. Solange es nicht ausartet und du als Elb glaubst ein Zwerg zu sein, dir einen Bart wachsen lässt und dann axtschwingend zwergische Sprichwörter rezitierst^^
Ich les den Hobbit grad selber und ich muss sagen ich finds eigentlich ganz angenehm. Kinderbuch hin oder her. An manchen Stellen mags vielleicht so aussehen, durch die Formulierungen, aber ich muss sagen, dass es sich schön leicht liest (kein Tolstoi oder "Krieg und Frieden", um an dieser stelle mal zu übertreiben) und auch schnell von der hand geht, wen man sich einfach mal bisschen entspannen möchte.
Und die Sache mit den Zwergen? Hrm... naja ich finde Zwerge werden sehr oft sehr übertrieben dargestellt. Als unbesiegbare Kampfmaschinen. Auch ein Zwerg kann sich nicht gegen eine klare Überzahl stellen, auch wenn es dreizehn, ein Hobbit und ein Zauberer sind. Da würde jeder die beine in die hand nehmen.^^
Aber es gibt ja auch geschichten, in denen Zwerge jedes Organ doppelt haben (naja, ausser die haut), immun gegen gifte und krankheiten sind, übermenschlich stark sind, Magieabweisende Mithrilrüstungen tragen undsoweiterundsofort. Wer soll sowas denn noch glauben?^^
Gruss
Garthan
Geschrieben von Arwethriel am 10.09.2008 um 07:50:
klar der hobbit ist etwas kindgerechter geschrieben als herr der ringe
aber der grund warum die verschiedenen rassen in hobbit teilweise in ihren gefühlen und handlungen anderes beschrieben werden als in herr der ringe hat einen ganz anderen grund in meinen augen.
denn elben , zwerge usw standen wie sie sind was sie tun ect ja vor hobbit schon fest. da das silmarilion so mehr oder weniger schon bestand.
ist ist eher aus der sicht des schreibers zu verstehen.
der hobbit wurde ja von bilbo geschrieben, für bilbo war es sein großes Abenteuer
und es wurde auch so vvon bilbo verfasst, wie er sein Abenteuer halt gerne erzählt vorallem in der typischen hobbit art.
da ja auch nach seinem abendteuer, bilbo die welt nicht so "schwarz" gesehen hat.
jedoch herr der ringe , wurde ja von frodo nach seiner rückkehr ins auenland vom ihm geschreiben.
und seine sicht von der welt und wie menschen, elben zwerge usw. sich geben war einen ganz anderer.
vorallem da sein abendteuer eher eine bürde war und selbst als er zurück war, den schatten des ringes konnte er nicht los werden.
so quasi ingame
bilbo schrieb den hobbit mit hoffnung +5
und frodo mit grauen -15
Geschrieben von Pedegar am 07.03.2011 um 18:02:
Macht euch bitte Folgendes klar:
sowohl "Der Hobbit" als auch "Der Herr der Ringe" sind Bestandteile des roten Buchs der Westmark, das im Dritten Zeitalter geschrieben wurde. Nach Tolkiens Vorstellung war "Der Hobbit" die Niederschrift der Abenteuerreise Bilbos, während "Der Herr der Ringe" größtenteils von Frodo - teilweise von Sam - verfasst wurde.
Allein daraus erklärt sich der unterschiedliche Schreibstil (wobei natürlich pro forma davon auszugehen ist, dass dies die nachträgliche Erklärung Tolkiens für seine eigene schriftstellerische Entwicklung ist).
Bilbo schreibt eben etwas "lockerer" und "hobbitmäßiger", während Frodo - der durch die Bürde des Rings gereift ist - sehr viel ernsthafter schreibt.
Ja, sogar beim "Hobbit" kann man eine literarische und charakterliche "Reifung" des Autors Bilbo Beutlin erkennen, wenn man den Anfang des Buchs mit dem Ende (Schlacht der fünf Heere) vergleicht.
Dass Bilbo die Elben so "kindlich" beschreibt, hängt wohl damit zusammen, dass er sie selber (vor seiner Reise) nur vom Hörensagen aus "Fairy Tales" kannte und ihnen eine entsprechende Erwartungshaltung entgegenbrachte.
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